Ein Gartenteich ist schnell gegraben – aber ein gesunder, klarer Teich beginnt mit der richtigen Planung. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, worauf es bei Standort, Größe, Aufbau und Technik ankommt.
Der Standort entscheidet über den späteren Pflegeaufwand. Ideal ist ein Platz mit 4–6 Stunden Sonne pro Tag – volle Sonne den ganzen Tag fördert Algen und heizt das Wasser stark auf. Vermeiden Sie Standorte direkt unter Laubbäumen: herabfallendes Laub belastet Wasser und Filter. Achten Sie auf einen Stromanschluss in der Nähe für Pumpe, Filter und UVC-Klärer.
Als Faustregel gilt: lieber größer als kleiner. Größere Teiche haben ein stabileres biologisches Gleichgewicht und schwanken weniger bei Temperatur und Wasserwerten. Besonders bei Fischbesatz ist die Tiefe wichtig – nur ein ausreichend tiefer Bereich sichert das Überwintern.
| Teichtyp | Mindesttiefe | Hinweis |
|---|---|---|
| Zierteich (ohne Fische) | 60–80 cm | Bepflanzung, kleine Wasserläufe |
| Fischteich (Goldfisch) | ca. 100 cm | Sichere Überwinterung |
| Koiteich | ab 150 cm | Mind. 1.000 L pro Koi |
Heben Sie den Teich in Zonen aus: flache Sumpf-/Pflanzzone (0–30 cm), mittlere Zone (30–60 cm) und Tiefzone. Auf den Boden kommt zuerst ein Schutzvlies, darauf die Teichfolie (EPDM oder PVC). Folienmaß großzügig rechnen: Länge + 2× Tiefe + Überstand.
Für dauerhaft klares Wasser sorgt das Zusammenspiel aus Teichpumpe, Teichfilter und UVC-Klärer. Die Pumpe wälzt das Wasser um, der Filter baut Schadstoffe biologisch ab, der UVC-Klärer beseitigt Schwebealgen (grünes Wasser). Wie groß Pumpe und Filter sein müssen, berechnen Sie mit dem Teich-Rechner.
Pflanzen sind die natürlichen Nährstoffkonkurrenten der Algen. Unterwasserpflanzen produzieren Sauerstoff, Schwimmblattpflanzen (Seerosen) spenden Schatten, Uferpflanzen entziehen Nährstoffe. Von Anfang an ausreichend bepflanzen erleichtert die spätere Pflege enorm.
Setzen Sie Fische erst ein, wenn der Teich 3–4 Wochen eingefahren ist und der Filter seine Bakterienkultur aufgebaut hat. Mit wenigen Tieren beginnen, Wasserwerte beobachten und neue Fische langsam an die Temperatur angewöhnen.
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