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Wasserwerte im Teich verstehen & einstellen

Die meisten Teichprobleme – Algen, kranke Fische, trübes Wasser – haben ihre Ursache in den Wasserwerten. Wer sie kennt und regelmäßig misst, beugt Problemen vor, statt sie zu bekämpfen.

Die wichtigsten Wasserwerte

Wert Ideal (Koiteich) Bedeutung
pH-Wert 7,0 – 8,5 Säuregrad; sollte stabil sein
KH (Karbonathärte) 6 – 10 °dH Stabilisiert den pH – wichtigster Puffer
GH (Gesamthärte) 8 – 12 °dH Mineralgehalt des Wassers
Ammonium/Ammoniak 0 mg/l Fischgift aus Futter & Ausscheidungen
Nitrit (NO2) 0 mg/l Hochgiftig – Nitritpeak bei neuen Filtern
Nitrat (NO3) unter 50 mg/l Algennahrung; über Pflanzen/Wasserwechsel senken
Sauerstoff (O2) über 6 mg/l Lebenswichtig, sinkt bei Hitze

Ohne Messung tappt man im Dunkeln – ein gutes Testset gehört an jeden Teich:

Der wichtigste Wert: die Karbonathärte (KH)

Viele unterschätzen die KH. Sie ist der Puffer, der den pH-Wert stabil hält. Ist die KH zu niedrig (unter 4 °dH), kann der pH-Wert plötzlich umkippen – gefährlicher als ein dauerhaft leicht erhöhter Wert. KH regelmäßig prüfen und bei Bedarf mit einem KH-Stabilisator anheben.

Die Stickstoff-Kette

Aus Futterresten und Ausscheidungen entsteht giftiges Ammonium/Ammoniak. Filterbakterien wandeln es in Nitrit (ebenfalls giftig) und schließlich in relativ harmloses Nitrat um. In einem eingefahrenen Filter sind Ammonium und Nitrit immer 0. Beide Werte messen – besonders bei neuen Teichen, nach Filterreinigung oder wenn Fische an der Oberfläche stehen.

Wie oft messen?

  • Einfahrphase: alle 2–3 Tage (v. a. Ammonium & Nitrit)
  • Eingefahrener Teich: etwa 1× pro Woche in der Saison
  • Bei Problemen: sofort messen, bevor Sie Mittel einsetzen

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