Anwendung
Spruzit® NEEM GemüseSchädlingsfrei wird in Wasser verdünnt. Verdünnung siehe Tabelle Aufwandmenge. Wirkt optimal,wenn die Pflanzen gründlich - auch die Blattunterseiten - gespritzt werden. Keine Anwendung bei direkter Sonneneinstrahlung und bei hohen Temperaturen, bevorzugt frühmorgens oder in den Abendstunden spritzen. Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als gebraucht wird. Anwendungszeitpunkt: Bei Befallsbeginn bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen. Spritzen bis zur sichtbaren Benetzung. Bei der Anwendung gegen Trauermücken: Gießanwendung Wartezeit: Tomate, Zucchini, Gurke, Kürbis, Aubergine, Gemüsepaprika, Kopfkohle - 3 Tage, Kartoffeln - 4 Tage, Spinat und verwandten Arten - 7 Tage, Frische Kräuter - 14 Tage
Anwendungs-/Zulassungsgebiete
Kartoffelkäfer (Larvenstadien 1 bis 3) an Kartoffeln im Freiland.
Saugende Insekten (ausgenommen: Wanzen), beißende Insekten, blattminierende Insekten (Junglarven) an frischen Kräutern (ausgenommen Schnittlauch) im Freiland, Gewächshaus und auf Balkonen, sowie an Spinat und verwandten Arten im Freiland.
Saugende Insekten (ausgenommen: Wanzen), beißende Insekten, blattminierende Insekten an Tomate, Zucchini, Gurke, Kürbis [Flaschen-, Garten-, Moschus-, Riesenkürbis (mit genießbarer Schale)], Aubergine im Freiland, Gewächshaus und auf Balkonen sowie Gemüsepaprika im Gwächshaus.
Saugende, beißende und blattminierende Insekten (Junglarven) an Kopfkohlen (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl) im Freiland.
Trauermücken (Larven) an Zierpflanzen (Jungpflanzen) im Gewächshaus
Saugende, beißende und blattminierende Insekten, Weiße Fliegen (Junglarven) an Zierpflanzen (ausgenommen: Birne, Zierkoniferen) im Freiland, Gewächshaus, in Zimmern,
Büroräumen und auf Balkonen.
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Nach eigenen Erfahrungen werden Spinnmilben, Weiße Fliege und Wanzen bei der Sprühanwendung gegen Saugende Insekten miterfasst (Nebenwirkung).
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Nach eigenen Erfahrungen wirkt sich das Mittel im Rahmen der Sprühanwendung gegen Saugende Insekten auch gegen Schmier- und Schildläuse befallsmindernd aus (Nebenwirkung). Die Population wird reduziert.
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Nach eigenen Erfahrungen können im Rahmen der Sprühanwendung gegen Beißende Insekten auch Dickmaulrüssler und andere Käferarten über Störung
der Larvenentwicklung sowie der Eiablage miterfasst werden (Nebenwirkung). Eine Vermehrung der Population kann reduziert werden.
- Nach eigenen Erfahrungen werden Buchsbaum-Gallmücken und Buchsbaum-Blattflöhe bei der Sprühanwendung gegen Buchsbaum-Zünslerraupen miterfasst (Nebenwirkung).
Weitere Anwendungshinweise
Da der beste Behandlungserfolg erzielt wird, wenn die frühen Insektenstadien (Raupen/Larven) getroffen werden, sollte die Anwendung bei Befallsbeginn bzw. dem Sichtbarwerden der ersten Symptome/Schadorganismen erfolgen. Wichtig für die erfolgreiche Behandlung ist die vollständige Benetzung der Blattmasse. Verwenden Sie den beiliegenden Messbecher zur Dosierung und besprühen Sie die Pflanzen gleichmäßig, auch auf den Blattunterseiten. Gegen Trauermücken die Erde gut angießen. Immer nur so viel Spritz - oder Gießlösung ansetzen wie zur Behandlung notwendig ist und noch am selben Tag ausbringen. Zur Ermittlung der erforderlichen Sprühmenge können die Pflanzen mit reinem Wasser benetzt werden, die eigentliche Spritzung anschließend auf den abgetrockneten Pflanzen durchführen.
Behälter mit ? der erfor derlichen Wassermenge füllen und das Mittel unter Rühren hinzu geben. Anschließend mit der restlichen Menge an Wasser auffüllen. Bei Niederschlägen innerhalb von 8 Stunden nach der Anwendung ist eine erneute Behandlung notwendig. Keine Anwendung bei hoher Regenwahrscheinlichkeit, bei praller Sonne oder Temperaturen über 25°C . Schäden an Blüten möglich.
Aufgrund der besonderen Wirkungsweise fallen die behandelten Schädlinge nicht vom Blatt, richten jedoch kurze Zeit nach der Behandlung keine Schäden mehr an, da sie den Fraß einstellen. Die Pflanze ist somit geschützt und die Schädlinge sterben je nach Gattung einige Tage später. Empfindliche Oberflächen wie Böden, Möbel, Fenster etc. z.B. mit Zeitungspapier gegen Sprühflecken schützen, ggf. Zimmerpflanzen zur Behandlung ins Freie, an einen geschützten, schattigen Ort stellen.
Anwenderschutz
Schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung. Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten. Ist ärztlicher Rat erforderlich, Verpackung oder Kennzeichnungsetikett bereithalten. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Lesen Sie sämtliche Anweisungen aufmerksam und befolgen Sie diese. Bei Gebrauch nicht essen, trinken oder rauchen. Enthält Azadirachtin. Kann allergische Reaktionen hervorrufen. Inhalt/Behälter ordnungsgemäßer Entsorgung zuführen.
Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen. Für Kinder und Haustiere unzugänglich aufbewahren. Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten. Arbeitskleidung (mindestens langärmeliges Hemd und lange Hose), festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) und Handschuhe tragen bei der Ausbringung/ Hand habung des Mittels. Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz „Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
10,6 g/l (1,0 Gew.-%) Azadirachtin
Wirkungsmechanismus
(IRAC-Gruppe): unbekannt
Insektizid / EC-Emulsionskonzentrat